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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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Kiebitz (Vanellus vanellus (L.))

Der Kiebitz ist ein Charaktervogel offener Grünlandgebiete und bevorzugt feuchte, extensiv genutzte Wiesen und Weiden. Seit einigen Jahren besiedelt er verstärkt auch Ackerland. Inzwischen brüten etwa 80 % der Kiebitze in Nordrhein-Westfalen auf Ackerflächen - bevorzugt in Maisäckern. Dort ist der Bruterfolg stark abhängig von der Bewirtschaftungsintensität sowie der Nahrungsverfügbarkeit und fällt oft sehr gering aus. Bei der Wahl des Neststandortes werden offene und kurze Vegetationsstrukturen bevorzugt. Auf einer Fläche von 10 Hektar können 1 bis 2 Brutpaare vorkommen. Kleinflächig kann es zu höheren Dichten kommen, da Kiebitze oftmals in kolonieartigen Konzentrationen brüten. Die ersten Kiebitze treffen ab Mitte Februar in den Brutgebieten ein. Ab Mitte März beginnt das Brutgeschäft, spätestens im Juni sind die letzten Jungen flügge.

Kiebitz

Als Brutvogel kommt der Kiebitz in Nordrhein-Westfalen im Tiefland nahezu flächendeckend vor. Verbreitungsschwerpunkte liegen in der Westfälischen Bucht insbesondere im Münsterland, in der Hellwegbörde sowie am Unteren Niederrhein. Mittelgebirgslagen sind nahezu unbesiedelt. Seit den 1970er Jahren ist ein deutlicher und nach wie vor anhaltender Bestandsrückgang zu verzeichnen. Der Gesamtbestand Stand 2014 auf nur noch 12.000 Reviere beziffert (Vogelschutzwarte NRW, 2014).

Die Fördermaßnahmen für den Kiebitz werden landesweit überall dort angeboten, wo Vorkommen belegt sind. Die Eignung einzelner Flächen wird im konkreten Förderfall u.a. anhand nachgewiesener Brutvorkommen aus den Vorjahren geprüft.

Weitere Informationen zum Kiebitz sind im Fachinformationssystem "Geschützte Arten in NRW" verfügbar.