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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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Grünland

Die Mehrzahl der im Rahmen des Vertragsnaturschutzes entwickelten Fördermaßnahmen wird für Grünland unterschiedlichster Ausprägung angeboten. Dazu zählen bisher intensiv genutzte Flächen, die zunächst z.B. durch Ausmagerung naturschutzfachlich aufgewertet werden sollen, ebenso wie Flächen, die bereits aktuell eine hohe Wertigkeit besitzen (z.B. § 42 Biotope) und nur durch ein spezielles Bewirtschaftungsmanagement erhalten werden können.

Schafbeweidung im Grünland Salbei-Glatthaferwiese

Die Rahmenrichtlinien Vertragsnaturschutz (RRL) beschreiben, in welchen Bereichen eine Förderung von Flächen möglich ist. Dabei liegt das besondere Augenmerk auf Naturschutzgebieten (NSG) und besonders geschützten Biotopen (§ 30 BNatschG / § 42 Biotope LNatSchG). Darüber hinaus können aber auch Grünlandflächen in Biotopverbundbereichen in die Förderkulisse aufgenommen werden, wenn diese z.B. in Landschaftsplänen nach §§ 23, 24 und 26 LG festgesetzt sind. Die allgemeinen Vorgaben aus der RRL werden auf Ebene der Kreise und Kreisfreien Städte durch deren Kulturlandschaftsprogramme konkretisiert. Im Vergleich zu anderen Förderkulissen wie z.B. für den Feldhamster, die direkt durch das Land festgelegt werden, entscheiden daher die Kreise und kreisfreien Städte mit darüber, wie groß die Förderkulisse für Grünland in ihrem Zuständigkeitsbereich sein soll. Dabei sind allerdings NSG und § 30 / § 42 Biotope Pflichtbestandteile der Förderkulisse. Die Kulturlandschaftsprogramme werden durch das MKULNV abschließend genehmigt.

Die EU beteiligt sich an der Finanzierung der Maßnahmen zu 45%. In NSG und § 30 / § 42 Biotopen werden die anderen 55% vollständig vom Land getragen. Bei Flächen außerhalb dieser Kategorien muss der Kreis/die Kommune sich je nach sonstigem Schutzstatus der Flächen an den Kosten mit bis zu 40% beteiligen.