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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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  Kreis Olpe Kulturlandschaftsprogramm
 Kreis-Kulturlandschafts-
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Ansprechpartner

Joachim Kühnemund
02761 - 81 481
j.kuehnemund@kreis-olpe.de

Uwe Rink
02761 - 81 303
u.rink@kreis-olpe.de


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Richtlinien für das Kulturlandschaftsprogramm des Kreises Olpe

beschlossen in der Sitzung des Kreistages am 26.06.2000 in der Fassung vom 12.01.2017

Einleitung:

Das Kreiskulturlandschaftsprogramm (KULAP) soll dazu dienen, die Erhaltung, Wiederherstellung und Optimierung charakteristischer Kulturlandschaftselemente mit ihren spezifischen Lebensbedingungen für Tiere und Pflanzen langfristig zu sichern.

Die historisch gewachsene Kulturlandschaft des Kreises Olpe und die Identifikation der Menschen mit ihrer Heimat und ihrer Umwelt sollen bewahrt und als ein naturraumprägender Standortfaktor erhalten bleiben.

Mit dem KULAP sollen erhaltenswerte Grünlandbiotope gepflegt und Vorranggebiete für den Biotopverbund entwickelt werden.
In der Mittelgebirgsregion des Kreises Olpe hat der landwirtschaftliche Strukturwandel z.T. zu Betriebsaufgaben geführt. Ehemals landwirtschaftlich genutzte Grünlandflächen sind brachgefallen oder drohen brachzufallen. Dabei werden in der Regel solche Flächen zuerst aufgegeben, die aus landwirtschaftlicher Sicht unrentabel sind und hierbei insbesondere die für den Naturschutz besonders bedeutsamen Nutzungsformen und Biotope, wie z.B. Feuchtwiesen, Kalkmagerrasen oder Heiden. Diese sollen durch das Kulturlandschaftsprogramm erhalten und ihre Funktion als wertvoller Lebensraum von Tier- und Pflanzenarten wie auch als gewachsener Teil der Kulturlandschaft gefördert werden. Darüber hinaus wird angestrebt, isolierte Schutzgebiete durch Pufferzonen mit extensiver Grünlandnutzung zu vergrößern, um ihren Schutz besser gewährleisten zu können.

Die Sicherung dieser Kulturlandschaftsbiotope soll gemäß ihrer Entstehung durch Erhaltung bzw. Wiedereinführung landwirtschaftlicher Extensivnutzung erreicht werden. Hierzu werden mit Landwirten als unverzichtbaren Partnern im praktischen Naturschutz auf freiwilliger Basis Verträge abgeschlossen. In der dem Vertrag zugehörigen Bewirtschaftungsanleitung werden die im einzelnen notwendigen und naturschutzkonformen Bewirtschaftungsmaßnahmen sowie die Höhe der Entschädigung detailliert festgelegt.

Der Vertragsnaturschutz im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms zielt vornehmlich auf die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege ab.
Er dient im Kreis Olpe dem Schutz und der Pflege von ca. 2.000 ha schutzwürdigen Grünlands, der Umsetzung von Landschaftsplänen, aber auch der Steigerung der Akzeptanz in der Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz.

Die Ziele und Inhalte sind langfristig angelegt.