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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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  Märkischer Kreis - Vertragsnaturschutz

 Kulturlandschaftsprogramm

Ansprechpersonen

Herr Klaus Kraatz
02351 - 966 6368
k.kraatz@maerkischer-kreis.de

Herr Schäckermann
02351 - 966 6367
k.schaeckermann@maerkischer-kreis.de

Frau Margit Herzog-Clever
02351 - 966 6397
m.herzog-clever@maerkischer-kreis.de


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Märkischer Kreis

Einleitung

Das durch Erlass des MURL vom 19.06.1997 genehmigte Kulturlandschaftsprogramm des Märkischen Kreises wird auf der Basis der Richtlinien über die Gewährung von Zuwendungen im Vertragsnaturschutz (Rahmenrichtlinien Vertragsnaturschutz) gem. RdErl. des Ministeriums für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz vom 08.09.2015 unter Berücksichtigung der Änderungen gem. RdErl. vom 12.01.2017 umgestellt.

Ziele des Kulturlandschaftsprogramms Märkischer Kreis sind die langfristige und umfassende Erhaltung, Wiederherstellung und Optimierung charakteristischer Kulturlandschaftselemente mit ihren spezifischen Lebensbedingungen für Pflanzen und Tiere.

Die historisch gewachsene Kulturlandschaft des Märkischen Kreises und die Identifikation ihrer Menschen mit Heimat und Umwelt sollen bewahrt und als ein naturraumprägender Standortfaktor erhalten werden. Hier stehen vor allem schutzwürdige Grünlandbiotope im Vordergrund, die im Kreisgebiet schwerpunktmäßig durch Feucht- und Nassgrünland in den Mittelgebirgstälern, Magerweiden und Magerwiesen der trockenen Hang- und Kuppenlagen, Kalkhalbtrockenrasen, Bergheiden, Borstgrasrasen, Feuchtheiden und Moore repräsentiert werden.

Diese Flächen stellen aber nicht nur kulturhistorisches Erbe der traditionellen Landwirtschaft dar, sondern beherbergen darüber hinaus eine Vielzahl heute seltener Lebensgemeinschaften mit gefährdeten Pflanzen- und Tierarten.
Durch Nutzungsintensivierung einerseits und zunehmender Nutzungsaufgabe bzw. -änderung (vor allem Erstaufforstung) andererseits sind diese Flächen aktuell besonders gefährdet.

Die Sicherung dieser Kulturlandschaftsbiotope soll gemäß ihrer Entstehung durch Erhaltung bzw. Wiedereinführung landwirtschaftlicher Extensivnutzung erreicht werden. Hierzu werden mit Landwirtinnen/Landwirten als unverzichtbaren Partnern im praktischen Naturschutz auf freiwilliger Basis Vereinbarungen getroffen. In der zur Vereinbarung bzw. Bewilligung gehörigen Bewirtschaftungsanleitung werden die im einzelnen notwendigen und naturschutzkonformen Bewirtschaftungsmaßnahmen sowie die Höhe der Entschädigung detailliert festgelegt.

Der Vertragsnaturschutz im Rahmen des Kulturlandschaftsprogramms MK zielt vornehmlich auf die Belange des Naturschutzes und der Landschaftspflege ab.
Er dient im Märkischen Kreis vor allem dem Schutz und der Pflege des gemäß Nr. 2.2.1 maximal 5.000 ha umfassenden schutzwürdigen Grünlandes, der Umsetzung von Landschaftsplänen, aber auch zur Erreichung des jeweiligen Schutzzweckes geplanter Grünlandschutzgebiete im Vorgriff auf die Rechts-gültigkeit von Landschaftsplänen und Naturschutzgebietsverordnungen im Entwurfsstadium.

Die Praxis zeigt, dass durch den Vertragsnaturschutz eine Steigerung der Akzeptanz gegenüber notwendigen Schutzgebietsausweisungen festzustellen ist und sich die Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft und Naturschutz insgesamt positiver gestaltet.
Die Ziele und Inhalte des Programms sind langfristig angelegt.

Grundsätzliches Ziel des Kulturlandschaftsprogramms Märkischer Kreis ist die Erhaltung oder Verbesserung bzw. Wiederherstellung der Lebensgrundlagen von gefährdeten oder bedrohten Tier- und Pflanzenarten und die Verhinderung einer für den Naturhaushalt schädlichen Entwicklung.