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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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Die Akteure

Kreise und kreisfreie Städte

In der Regel ist die Aufgabe "Vertragsnaturschutz" bei den Unteren Landschaftsbehörden angesiedelt. Hier informieren und beraten die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Landwirte über Fördermöglichkeiten, nehmen Anträge entgegen, prüfen und bewilligen diese. Hier werden auch die Auszahlungsanträge bearbeitet, die von den Landwirten jährlich zu stellen sind und über die Zahlstelle bei der Landwirtschaftskammer NRW ausgezahlt werden. Neben diesen Aufgaben obliegt ihnen auch die Betreuung und Kontrolle der Maßnahmen während der Laufzeit. In einigen Kreisen übernehmen die Biologischen Stationen Teilbereiche dieser Aufgaben.

>> zu den Kulturlandschaftsprogrammen der Kreise und kreisfreien Städte

Biologische Stationen

Die Einbindung der Biologischen Stationen in den Vertragsnaturschutz ist in den einzelnen Kreisen unterschiedlich geregelt. Im Regelfall sind sie in den Bereichen Bestandsaufnahme, Erfolgskontrolle und Betreuung der Vertragsflächen eingebunden. Dies erfolgt in Naturschutzgebieten häufig im Zusammenhang mit der Gebietsbetreuung. In einigen Kreisen werden den Stationen auch weitergehende Aufgaben (z.B. Antragsvorbereitung, Abstimmung der Fördermaßnahmen mit dem Antragsteller) von den Kreisen übertragen.

zu den Biologischen Stationen in Nordrhein-Westfalen

Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW (LANUV)

Beim LANUV ist die Koordinierende Stelle Vertragsnaturschutz angesiedelt. Sie ist Fachaufsichtsstelle und wirkt auf eine einheitliche Anwendung und Auslegung der Richtlinien in allen Bewilligungsstellen hin. Dazu wird u.a. ein regelmäßiger Erfahrungsaustausch zwischen allen Beteiligten durchgeführt, der durch Besprechungen bei den einzelnen Bewilligungsstellen ergänzt wird. Von hier aus werden auch die notwendigen Fördermittel für die Vertragsabschlüsse vor Ort verteilt.
Das LANUV ist ebenso für die Entwicklung und Fortschreibung der naturschutzfachlichen Standards der Fördermaßnahmen zuständig und begleitet die Maßnahmen durch Erfolgskontrollen und die von der EU vorgeschriebenen Evaluierungen.

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Landwirtschaftskammer NRW (EG-Zahlstelle)

Der Direktor der LWK NRW hat als Landesbeauftragter die Funktion der EG-Zahlstelle. Im Vertragsnaturschutz übernimmt die EG-Zahlstelle insbesondere die Auszahlungen und Verbuchungen der Förderbeträge sowie die Koordination der Vor-Ort-Kontrollen. Die Bewilligung und die Durchführung der Vor-Ort-Kontrollen sind an die Kreise und kreisfreien Städte delegiert und mit diesen im Rahmen von Verwaltungsvereinbarungen geregelt. Die EG-Zahlstelle ist Ansprechpartner für fördertechnische Belange und stellt für die Bewilligungsbehörden u. a. ein IT-Programm zur Antragsbearbeitung, Antragsformulare und Bescheide sowie Arbeitsunterlagen bereit, um eine EG-konforme Abwicklung zu gewährleisten.

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Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz (MKULNV)

Das MKULNV ist zuständig für die Ausgestaltung der Förderrichtlinien im Rahmen der EU-Programmplanung für den ländlichen Raum und holt die EU-Genehmigung für die Fördermaßnahme ein. Das MKULNV sorgt durch seine Regelungen dafür, dass die Vorgaben der EU bei der Umsetzung eingehalten werden. Außerdem stellt es die erforderlichen Finanzmittel bereit und klärt alle Zweifelsfragen von landesweiter Bedeutung. Das MKULNV arbeitet dabei eng mit dem LANUV und der EG-Zahlstelle zusammen Von hier aus werden die regelmäßig durchzuführenden Programmevaluierungen der EU vorgelegt. Da es sich beim Vertragsnaturschutz um ein EU-kofinanziertes Förderprogramm handelt, gibt es darüber hinaus eine "Bescheinigende Stelle", die die Arbeit der Zahlstelle kontrolliert und gegenüber der EU die korrekte Abwicklung der Fördermaßnahmen bescheinigt.

zum Ministerium für Umwelt und Naturschutz, Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen