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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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Vertragsnaturschutz in Nordrhein-Westfalen


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Carla Michels

Landesweite Erfolgskontrollen des Vertragsnaturschutzes

Ergebnisse aus über 15-jährigen Untersuchungen in Nordrhein-Westfalen

Zusammenfassung

Die landesweiten Förderprogramme Feuchtwiesenschutzprogramm und Mittelgebirgsprogramm, später zum EU kofinanzierten Kulturlandschaftsprogramm NRW zusammengefasst, wurden seit Anbeginn von der Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten mit vegetationskundlichen Daueruntersuchungen begleitet, um die Wirksamkeit der Extensivierungsmaßnahmen zu überprüfen. Die Wiesenvogel-Brutbestände - seit Ende der 80er Jahre von den Biologischen Stationen jährlich kartiert - wurden zusammengestellt und bewertet. Der Vertragsnaturschutz hat sich sehr positiv auf die Erhaltung der Grünlandgesellschaften und ihrer biotopspezifischen Artenvielfalt ausgewirkt. Nach 14 Jahren Extensivierung ist eine Ausmagerung des Bodens nachweisbar, die sich auf Ertrag und Artenzusammensetzung des Grünlandes deutlich auswirkt. Die zu Beginn schon artenreichen Grünlandflächen werden über die Jahre noch artenreicher. Die intensiv genutzten und zum Teil meliorierten Flächen des Tieflandes entwicklen sich zwar zu gut strukturierten Unter- und Mittelgrasreichen Beständen, aber Artenzahl und Kräuteranteil bleiben über die Jahre niedrig. Offensichtlich breiten sich Grünlandarten nur sehr schlecht auf natürlichem Wege aus. Die Bestände der Flaggschiffarten Großer Brachvogel und Uferschnepfe haben sich unter Extensivierung, Gelegeschutzmaßnahmen, Anlage von Flachwasserbänken und punktueller Wiedervernässung landesweit vergleichsweise positiv entwickelt. Sie konzentrieren sich mehr und mehr auf die Schutzgebiete. Es werden Vorschläge zur Verbesserung gemacht und für Kontinuität des Vertragsnaturschutzes geworben.

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 Landesweite Erfolgskontrollen des Vertragsnaturschutzes (Naturschutzmitteilungen 1/2007, Landesamt für Natur, Umwelt und Verbraucherschutz NRW)